suchen 
Auswahl
· Home
· Der Verein
· Die Heimatstube
· Aus dem Fundus
· Modellbahn
· Hist. Presse-Archiv
· Bilder-Galerie
· Impressum
· Mitglieder
  
  

Wer ist online?
Es sind 24 Besucher online..
  
  



Link
  
  

Click öffnet Homepage
  
  

Click öffnet Homepage
  
  

Neuigkeiten aus dem Ort 29.04.2009, Zeuthen,
29.04.2009 Kategorie: Kommune 
geschrieben von: Joe am 15.06.2009, 23:50 Uhr   , (aus unsicherer Quelle)  
29.04.2009:  

Kommentar des Monats - Artikel aus Zeitschrift "Am Zeuthener See" (Nr.4 - 29.04.2009)

Liebe Kommentarfreunde,

es ist zwar erfreulich, dass uns Petrus zu den Osterfeiertagen so herrliches Wetter beschert hat – es war ja lange genug kalt - , aber die allgemeine Stimmung konnte er damit nur etwas aufbessern. Das lag nicht nur daran, dass die Tankstellen Anlass zum Ärger gaben, weil sie zur Feier und Ferienzeit nach geübter Tradition die Preise erheblich in die Höhe trieben, was , ohne einen überzeugenden Grund, wohl Abzockerei genannt werden muss.

Nein, das Stimmungsbarometer fiel durch die ungewisse Zukunft vieler Wirtschaftszweige als Folge des Wirkens verantwortungsloser Banker. Sie fordern trotz des realen Vertrauensverlustes noch die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Gehalts- und Übergangsgelder (in Millionen). Für „verlorenes Vertrauen“ erhält die Verkäuferin die fristlose Kündigung – wie hoch ist ihre Entschädigung? Ich habe bis heute noch nicht erfahren, wer namentlich für diese Misere verantwortlich ist.

Die zahllosen „Gipfeltreffen“ in den letzten Wochen waren sicher aufwändig (von den Kosten her), ob sie zur Stabilisierung der Situation beitragen, bleibt abzuwarten.

Erschüttert waren wir wohl alle, als wir die schrecklichen Bilder des Erdbebens in Mittelitalien sahen. Es ist vor allem die Hilflosigkeit, die einen ergreift, denn trotz hoher Technik in der Seismologie kann vor einer solchen Katastrophe nicht rechtzeitig gewarnt werden.

Wir in Zeuthen leben ja auf verhältnismäßig sicherem Boden, obwohl ich mit Prognosen vorsichtig sein möchte, denn wir können noch nicht einschätzen, was uns der voraussehbare Klimawandel bringen wird.

Aber wir haben auch unsere eigenen Probleme. Eins davon sind die Bahnübergänge. Ich stand neulich wieder einmal 12 Minuten vor der Schranke im Westkorso, die sich sonst so zügig automatisch öffnet, und sah vier Züge vorbeirauschen. Hat man den Sicherheitsfaktor erhöht, oder müssen wir bei allen Schranken lange Wartezeiten einplanen? In Zeuthen sollte man kurzfristig überlegen, wie man vor der Hauptschranke den Verkehr flüssiger gestalten kann, z.B. durch Abbiegerspuren. Die Tunnelproblematik will ich dabei einmal ausklammern.

Die Kindergartenfrage in der Heinrich-Heine-Straße scheint ja auf gutem Wege zu sein, und auch unsere Grundschüler haben sich bei ihrem „Zeitungsflirt“ gut bewährt. Allerdings werden sie wohl entsetzt sein, wenn sie nach den Ferien zur Schule gehen, denn einige Vandalen – vielleicht sollte ich lieber Chaoten sagen, um die Vandalen nicht zu beleidigen – hatten in der Nacht vom Gründonnerstag zum Karfreitag nichts Besseres zu tun, als die Barrierepflöcke und – balken in der Forstallee gewaltsam zu zerstören (s. Abbildungen). Ich weiß nicht, was in den Köpfen solcher Chaoten vor sich geht. Waren sie betrunken? Waren sie frustriert? Wollten sie Stärke beweisen. Ich kann es nicht sagen, aber eins weiß ich, die Täter sind verantwortungslos, handeln sinnlos, ihnen fehlt wohl das heute so oft geforderte Wertegefühl gegenüber der Welt, in der sie leben.

Ich hoffe, sie erfahren es einmal am eigenen Leibe, wie es ist, wenn einem böswillig Schaden zugefügt wird.

Am Ende des Kommentars ein Gedicht von Julius Wolff, das mich an die letzten frostigen Nächte vor Ostern erinnert hat.

Ihr Hans-Georg Schrader


Der Lenz steht draußen vor dem Tor,
Das Veilchen spitzt sein blaues Ohr,
Wie sehr es auch die Nacht noch fror,
Es fühlt ein Schwellen und ein Glühen.

Ich atme Würz’ und Wonnen ein,
Umfasst von goldnem Sonnenschein,
Schon grüßte mich ein Vögelein,
Das schüttelt sein Gefieder.

Mir selber wird so federleicht,
Als ob ins Herz die Liebe schleicht,
Der Frühling kommt und lacht und reicht
Mir Blumen und neue Lieder.

Quelle: Dokumente der komm.Verwaltung: Verlag und Gemeinde Zeuthen (Hrgb.), Am Zeuthener See,, 29.04.09, Am Zeuthener See, Nummer 4, Seite 3   


29.04.2009 | Benutzeranmeldung | 0 Kommentare
  Nicht angemeldete Benutzer können keine Kommentare verfassen
Wir sind nicht verantwortlich für Kommentare unserer Benutzer
  © 2001 - 2017     Navigation Navigation  
www.heimatfreunde-zeuthen.de - www.chronik-zeuthen.de